
Verantwortlich: DJK Ruhrwacht e.V.
Projektbeschreibung:
Als naturverbundener Kanusportverein ist sich die DJK Ruhrwacht ihrer besonderen Verantwortung für Umwelt, Gesellschaft und zukünftige Generationen bewusst. Kanusport ist Natursport – gleichzeitig sind Sportvereine jedoch nicht automatisch nachhaltig. Abfälle, Verkehr, Lärm sowie die zunehmenden Folgen des Klimawandels können Natur und Menschen erheblich belasten. Dies gilt in besonderem Maße, da sich das Paddelrevier der DJK Ruhrwacht im FFH-Gebiet „Mülheimer Ruhraue“ befindet, einem sensiblen Naturschutz- und Naherholungsgebiet mit hohem Nutzungsdruck.
Vor diesem Hintergrund engagiert sich der Verein seit vielen Jahren aktiv für den Schutz der Ruhraue, unter anderem durch regelmäßige Müllsammelaktionen, die zweimal jährlich mit starker Beteiligung der Vereinsjugend durchgeführt werden, sowie durch die Teilnahme an überregionalen Aktionen wie dem Ruhr Clean-up.
Um Nachhaltigkeit jedoch nicht nur punktuell, sondern systematisch und langfristig im Vereinsleben zu verankern, hat die DJK Ruhrwacht 2024 als erster Sportverein in Mülheim an der Ruhr einen umfassenden Nachhaltigkeitsbericht erstellt und darauf aufbauend eine vereinsbezogene Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt. Ziel ist es, die ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Vereinsaktivitäten transparent zu erfassen, zentrale Handlungsfelder zu identifizieren und daraus konkrete Maßnahmen abzuleiten.
Der Nachhaltigkeitsbericht bildet die Grundlage für ein praxisnahes Nachhaltigkeitsmanagement. Kernstück der Strategie ist ein eigens entwickeltes SDG-Matrixmodell, das die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen auf die spezifischen Bedingungen eines Sportvereins überträgt. Das Modell zeigt in vier klaren Schritten, wie Nachhaltigkeitsziele systematisch erfasst, bewertet und umgesetzt werden können und besitzt Modellcharakter für andere Kanusportvereine.
Den Nachhaltigkeitsbericht findest du hier.
Vorteile:
Systematische Verankerung von Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit wird nicht als Einzelmaßnahme, sondern als strategischer Prozess im Vereinsmanagement etabliert.
Transparenz und Nachvollziehbarkeit
Ökologische, soziale und wirtschaftliche Auswirkungen der Vereinsaktivitäten werden strukturiert erfasst und bewertet.
Messbare Umwelt- und Klimaschutzeffekte
In den letzten fünf Jahren konnten der Gasverbrauch um ca. 44 % und der Stromverbrauch um über 50 % gesenkt werden, was einer CO₂-Reduktion von rund 42 % entspricht.
Schutz sensibler Naturräume
Aktiver Beitrag zum Erhalt des FFH-Gebiets „Mülheimer Ruhraue“ durch Pflege, Müllvermeidung und Kooperationen mit Naturschutzakteuren.
Vorbild- und Modellcharakter
Das entwickelte SDG-Matrixmodell ist übertragbar und dient als Best-Practice-Beispiel für andere Sportvereine.
Stärkung der Jugendarbeit
Durch die Erweiterung der Nachhaltigkeitsstrategie um das Handlungsfeld „Jugendarbeit“ wird die nächste Generation aktiv eingebunden.
Besondere Herausforderungen:
Nutzung eines hochsensiblen Naturschutzgebiets mit gleichzeitig hohem öffentlichen Nutzungsdruck
Zunehmende Einschränkungen des Sportbetriebs durch Hochwasser und Klimafolgen
Übertragung globaler Nachhaltigkeitsziele (SDGs) auf die begrenzten Ressourcen eines ehrenamtlich geführten Sportvereins
Notwendigkeit, Nachhaltigkeit dauerhaft im Vereinsalltag zu verankern und nicht projektbezogen zu betrachten
Förderung:
DJK Ruhrwacht e.V., Mintarder Straße 19, 45481 Mülheim an der Ruhr
Deine Ansprechperson: Dr. Hans-Peter Winkelmann
E-Mail:
Webseite des Vereins: http://www.djk-ruhrwacht.de/verein/nachhaltigkeit/