Logo des Württembergischen Landessportbund e.V.

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Die Nachhaltigkeitsprojekte der Sportvereine

Soziale und gesellschaftliche Nachhaltigkeit

Soziale und gesellschaftliche Nachhaltigkeit

rcn

Verantwortlich: Ruderclub Nürtingen 1921 e.V.

Projektbeschreibung:

Der Ruderclub Nürtingen (RCN) engagiert sich seit mehreren Jahren im Bereich Nachhaltigkeit und gesellschaftlicher Verantwortung im Rahmen der Initiative N!-Charta Sport des Landes Baden-Württemberg. Als erster Sportverein in Nürtingen wurde der Verein im Zuge dieser freiwilligen Selbstverpflichtung zertifiziert.

Ein zentrales Projekt des Vereins war die Installation eines öffentlich zugänglichen Defibrillators auf dem Vereinsgelände vor der Bootshalle. Das Gerät steht nicht nur den Vereinsmitgliedern, sondern allen Menschen in der Umgebung rund um die Uhr zur Verfügung. Ziel der Maßnahme ist es, die Notfallversorgung am Neckar und im Umfeld der Sportanlage zu verbessern und im Ernstfall schnell Hilfe leisten zu können.

Der Defibrillator wurde durch Sponsoren finanziert, die ebenfalls die laufenden Wartungs- und Betriebskosten übernehmen. Zusätzlich wurde das Gerät in die digitale Plattform des Vereins „Region der Lebensretter e.V.“ aufgenommen und ist damit öffentlich über eine Online-Karte auffindbar.

Begleitend zur Installation organisierte der Ruderclub vereinsinterne Erste-Hilfe-Schulungen für unterschiedliche Gruppen des Vereins. Die Kurse wurden durch erfahrene Ersthelfer-Ausbilder:innen sowie medizinische Fachkräfte unterstützt. Dadurch wurde nicht nur die technische Infrastruktur geschaffen, sondern gleichzeitig auch das Wissen zur Ersten Hilfe innerhalb des Vereins gestärkt.

Mit dem Projekt verbindet der Ruderclub Nürtingen Gesundheitsvorsorge, gesellschaftliche Verantwortung und nachhaltiges Vereinsengagement.

 

SVV

Verantwortlich: Sportverein Vollmaringen e.V.

Projektbeschreibung:

Der SV Vollmaringen 1926 e.V. hat auf seinem Sportgelände einen vollständig inklusiven Spielplatz realisiert, der Kindern und Jugendlichen mit und ohne Handicap gleichermaßen offensteht.

Bereits seit 1986 besteht eine enge Kooperation mit der Lebenshilfe Nagold. Aus dieser langjährigen Zusammenarbeit entstand 2021 die Idee, den in die Jahre gekommenen Vereins-Spielplatz grundlegend zu erneuern – und ihn bewusst inklusiv zu gestalten.

Zur Vorbereitung wurde eine Lenkungsgruppe gegründet, in der neben Vereinsverantwortlichen auch Fachleute der Lebenshilfe sowie Menschen mit Handicap vertreten waren. Nach einer ersten Kostenschätzung von 250.000 € entschied sich der Verein trotz der finanziellen Herausforderung für die Umsetzung.

Im Jahr 2023 wurde in der Hauptversammlung der Baubeschluss gefasst. Die Bauarbeiten begannen im April 2024, im Oktober 2024 wurde der inklusive Spielplatz feierlich eröffnet.

Heute bietet der Spielplatz zahlreiche barrierefreie Spielmöglichkeiten:

 

  • unterfahrbarer Sandspieltisch

  • rollstuhlgerechtes Trampolin

  • breite Rutsche

  • unterfahrbare Tischtennisplatte

  • Spielzug mit barrierefreiem Zugang

Insgesamt investierte der Verein 285.000 € und leistete 4.300 ehrenamtliche Arbeitsstunden. Eine sechsköpfige „kleine Arbeitsgruppe“ begleitete das Projekt von der Planung bis zur Umsetzung maßgeblich.

Der Spielplatz wird sehr gut angenommen – sowohl von Vereinsmitgliedern als auch von sozialen Einrichtungen aus der Region.

 

asa

Verantwortlich: Aalener Sportallianz e.V.

Projektbeschreibung:

Die Aalener Sportallianz engagiert sich seit vielen Jahren in integrativen Projekten in enger Zusammenarbeit mit verschiedenen Quartieren der Aalener Wohnungsbau. In den Quartieren Garten-/Hofackerstraße sowie Friedrichstraße leben zahlreiche Kinder, die aufgrund der sozialen Herkunft und der wirtschaftlichen Situation ihrer Familien unter erschwerten Bedingungen aufwachsen. Der Zugang zu regelmäßigen Freizeit- und Sportangeboten ist für viele von ihnen eingeschränkt.

Um diesem Umstand zu begegnen, bringt die Sportallianz Aalen den Sport direkt in die Wohnquartiere. Zwischen Ostern und den Sommerferien bietet ein Mitarbeiter des vereinseigenen Kindersports (KISS) wöchentlich auf Grünflächen neben den Wohnblocks offene Sportstunden an. Das Angebot umfasst vielfältige Bewegungs- und Fangspiele sowie Einheiten in Fußball, Basketball, Völkerball, Hockey und weiteren Wurf- und Mannschaftsspielen. Ergänzt wird das Programm durch kleinere Ausflüge.

Die Kinder lernen auf diese Weise niedrigschwellig die Sportangebote der Aalener Sportallianz kennen und erhalten die Möglichkeit, jederzeit am regulären Vereinstraining zu schnuppern. Darüber hinaus werden sie gezielt zum Feriencamp eingeladen. Perspektivisch können ältere Teilnehmende selbst Verantwortung übernehmen und als Betreuerinnen und Betreuer im Feriencamp mitwirken.

Das Projekt schafft einen direkten Zugang zu Bewegung, stärkt soziale Teilhabe und eröffnet langfristige Entwicklungsperspektiven im Verein.

 

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