
Verantwortlich: Sportverein Vollmaringen e.V.
Projektbeschreibung:
Der SV Vollmaringen 1926 e.V. hat auf seinem Sportgelände einen vollständig inklusiven Spielplatz realisiert, der Kindern und Jugendlichen mit und ohne Handicap gleichermaßen offensteht.
Bereits seit 1986 besteht eine enge Kooperation mit der Lebenshilfe Nagold. Aus dieser langjährigen Zusammenarbeit entstand 2021 die Idee, den in die Jahre gekommenen Vereins-Spielplatz grundlegend zu erneuern – und ihn bewusst inklusiv zu gestalten.
Zur Vorbereitung wurde eine Lenkungsgruppe gegründet, in der neben Vereinsverantwortlichen auch Fachleute der Lebenshilfe sowie Menschen mit Handicap vertreten waren. Nach einer ersten Kostenschätzung von 250.000 € entschied sich der Verein trotz der finanziellen Herausforderung für die Umsetzung.
Im Jahr 2023 wurde in der Hauptversammlung der Baubeschluss gefasst. Die Bauarbeiten begannen im April 2024, im Oktober 2024 wurde der inklusive Spielplatz feierlich eröffnet.
Heute bietet der Spielplatz zahlreiche barrierefreie Spielmöglichkeiten:
unterfahrbarer Sandspieltisch
rollstuhlgerechtes Trampolin
breite Rutsche
unterfahrbare Tischtennisplatte
Spielzug mit barrierefreiem Zugang
Insgesamt investierte der Verein 285.000 € und leistete 4.300 ehrenamtliche Arbeitsstunden. Eine sechsköpfige „kleine Arbeitsgruppe“ begleitete das Projekt von der Planung bis zur Umsetzung maßgeblich.
Der Spielplatz wird sehr gut angenommen – sowohl von Vereinsmitgliedern als auch von sozialen Einrichtungen aus der Region.

Verantwortlich: Aalener Sportallianz e.V.
Projektbeschreibung:
Die Aalener Sportallianz engagiert sich seit vielen Jahren in integrativen Projekten in enger Zusammenarbeit mit verschiedenen Quartieren der Aalener Wohnungsbau. In den Quartieren Garten-/Hofackerstraße sowie Friedrichstraße leben zahlreiche Kinder, die aufgrund der sozialen Herkunft und der wirtschaftlichen Situation ihrer Familien unter erschwerten Bedingungen aufwachsen. Der Zugang zu regelmäßigen Freizeit- und Sportangeboten ist für viele von ihnen eingeschränkt.
Um diesem Umstand zu begegnen, bringt die Sportallianz Aalen den Sport direkt in die Wohnquartiere. Zwischen Ostern und den Sommerferien bietet ein Mitarbeiter des vereinseigenen Kindersports (KISS) wöchentlich auf Grünflächen neben den Wohnblocks offene Sportstunden an. Das Angebot umfasst vielfältige Bewegungs- und Fangspiele sowie Einheiten in Fußball, Basketball, Völkerball, Hockey und weiteren Wurf- und Mannschaftsspielen. Ergänzt wird das Programm durch kleinere Ausflüge.
Die Kinder lernen auf diese Weise niedrigschwellig die Sportangebote der Aalener Sportallianz kennen und erhalten die Möglichkeit, jederzeit am regulären Vereinstraining zu schnuppern. Darüber hinaus werden sie gezielt zum Feriencamp eingeladen. Perspektivisch können ältere Teilnehmende selbst Verantwortung übernehmen und als Betreuerinnen und Betreuer im Feriencamp mitwirken.
Das Projekt schafft einen direkten Zugang zu Bewegung, stärkt soziale Teilhabe und eröffnet langfristige Entwicklungsperspektiven im Verein.

Verantwortlich: SSV Hohenacker e.V.
Projektbeschreibung:
Der SSV Hohenacker hat mit dem Projekt „Bindungskreislauf: Vom Mitglied zum Ehrenamt“ ein innovatives Modell entwickelt, um Mitglieder – insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene – langfristig an den Verein zu binden und schrittweise für ehrenamtliche Aufgaben zu gewinnen.
Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass viele junge Menschen neben Schule oder Ausbildung bereits Nebenjobs ausüben. Das Projekt setzt genau hier an: Zusatzeinnahmen sollen möglichst innerhalb des Sportvereins generiert werden. Für verschiedene Tätigkeiten außerhalb klassischer Funktionärsrollen – etwa als Helfer, Trainer, Übungsleiter, Schiedsrichter oder Projektverantwortlicher – werden finanzielle Anreize im Rahmen der Ehrenamtspauschale geschaffen.
Während bei Jugendlichen der finanzielle Aspekt eine wichtige Einstiegsmotivation darstellt, richtet sich das Konzept bei älteren Mitgliedern stärker auf ideelle Anreize. Sie erhalten die Möglichkeit, ihr verdientes Geld ganz oder teilweise wieder an den Verein zurückzuspenden und dabei eigene Wunschprojekte einzubringen, mitzugestalten und zu finanzieren. So entsteht ein Kreislauf aus Engagement, Verantwortung und Identifikation mit dem Verein.
Das Projekt ermöglicht einen niederschwelligen Einstieg in die Vereinsarbeit und fördert eine langfristige Entwicklung vom Helfenden zur verantwortungsvollen ehrenamtlichen Tätigkeit.