
Verantwortlich: Kanu-Club Marbach am Neckar e.V.
Projektbeschreibung:
Am 18. März 2023 fand der 1. Marbacher Neckar CleanUp statt – ein erfolgreicher Auftakt für das Engagement des Kanu-Club Marbach im Bereich Umweltschutz.
Seitdem engagiert sich der Verein gemeinsam mit weiteren Vereinen und Initiativen aus der Region regelmäßig am NeckarCleanUp entlang des Flussabschnitts in und um Marbach am Neckar.
Doch nicht nur an Aktionstagen zeigen die Mitglieder des KCM Einsatz:
Ganzjährig behält der Kanu-Club „seinen“ Fluss im Blick – und fischt unterwegs Plastikflaschen und anderen Müll aus dem Wasser, um so aktiv zum Schutz der Natur beizutragen.
Naturverträgliches Paddeln wird im Rahmen der Trainerausbildung des Kanuverbands vermittelt und ist ein zentraler Bestandteil des Europäischen Paddelpasses (EPP), den alle Paddlerinnen und Paddler des Kanu-Clubs Marbach im Zuge ihrer Mitgliedschaft absolvieren.

Verantwortlich: Marbacher Ruderverein von 1920 e.V.
Projektbeschreibung:
Der Marbacher Ruderverein von 1920 e.V. setzt seit 2022 ein beeindruckendes Zeichen für soziale Teilhabe und Inklusion. Unter der Leitung von Frank Müller (Trainer C-Lizenz) entstand eine feste Rudergruppe für Menschen mit psychischen Erkrankungen, die über Bewegung, Teamgeist und sportliche Struktur Stabilität und Lebensqualität zurückgewinnen können.
Psychische Erkrankungen gehen häufig mit Symptomen wie Konzentrationsstörungen, eingeschränkter Motorik, Unsicherheit oder sozialem Rückzug einher. Das Rudern bietet hier gleich mehrere Ansatzpunkte:
Kognitive Förderung durch das Erlernen komplexer Bewegungsabläufe
Bewegung an der frischen Luft und der beruhigende Einfluss des Wassers
Gemeinschaftserlebnisse, die soziale Isolation abbauen
Ein niedriges Verletzungsrisiko und ein sanftes, gut dosierbares Training
Durch die enge Verbindung zu sozialen Einrichtungen – u. a. der PsychoSoziales Netzwerk Ludwigsburg gGmbH und dem Hilfsverein für psychisch Kranke Rems-Murr e.V. – konnte die Gruppe erfolgreich beworben werden. Anfangs noch exklusiv und mit Fokus auf die Grundausbildung, wächst die Rudergruppe seit 2023 stetig und umfasst heute 16–18 Teilnehmende, davon etwa die Hälfte Vereinsmitglieder und die Hälfte Menschen mit psychischer Erkrankung.
Es ist ein echtes Gemeinschaftsprojekt:
Regelmäßig werden mindestens drei Gig-Vierer besetzt, es wird gemeinsam trainiert und das Miteinander hat sich zu einem offenen, wertschätzenden und freundschaftlichen Umgang entwickelt. Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zum Abbau von Stigmatisierung und schafft positive Begegnungen, die im Alltag der Betroffenen oft fehlen.
Die nachhaltige Wirkung zeigt sich auch in der Anerkennung:
Das Projekt wurde u. a. mit dem 3. Platz beim Vereinspreis des Deutschen Ruderverbandes sowie einem Förderpreis des Württembergischen Landessportbundes ausgezeichnet.

Verantwortlich: Mannheimer Rudergesellschaft Baden von 1880 e.V.
Projektbeschreibung:
Die Mannheimer Rudergesellschaft Baden von 1880 e.V. setzt seit mehreren Jahren ein starkes Zeichen für Vielfalt, Teilhabe und gegenseitigen Respekt im Sport.
2022 traten erstmals Ruderinteressierte des mvd e.V., dem einzigen queeren Sportverein der Rhein-Neckar-Region, der MRG Baden bei. Durch außergewöhnliches Engagement zweier Vorstandsmitglieder wurden zusätzliche Ruderschulkurs-Termine geschaffen, um den Einstieg in den Rudersport zu erleichtern.
2023 absolvierten mehrere mvd-Mitglieder sowohl eine Übungsleiterausbildung als auch einen Stegausbilder-Lehrgang und sind seit 2024 selbst aktiv in der Ausbildung neuer Ruderinnen und Ruderer. Die mvd-Rudergruppe innerhalb der MRG Baden wächst kontinuierlich und integriert erfolgreich neue Sportbegeisterte in den Trainingsbetrieb.
Parallel dazu entdeckte die Gruppe 2024 ihre Leidenschaft für den Wettkampfsport: Nach einer fundierten Einführung in die Grundlagen des Regattaruderns durch den Vereinstrainer gingen sie im selben Jahr bereits bei vier Regatten in Deutschland an den Start.
Ein besonderer Höhepunkt war die Teilnahme an den EuroGames 2025 in Lyon:
Im Mix-Doppelvierer gewannen Ruderinnen und Ruderer der MRG Baden gemeinsam mit Mitgliedern des mvd nach intensiver Vorbereitung die Goldmedaille – vor Frankfurt und Wien.
Auch außerhalb des Wettkampfsports setzt die MRG Baden sichtbare Zeichen:
Am 12. Juli 2025 beteiligten sich zwei Achterboote mit Mitgliedern der MRG Baden und des mvd am Christopher Street Day in Mannheim und verwandelten das Wasser mit Musik, Farbe und Teamgeist in ein lebendiges Symbol für Vielfalt, Respekt und Liebe.
Ihr Engagement für soziale Nachhaltigkeit hat der Verein 2024 offiziell durch die Unterzeichnung der N!Charta Sport bestätigt. Seitdem dokumentiert die MRG Baden ihre Fortschritte und Ziele transparent in den entsprechenden Jahresberichten.