Logo des Württembergischen Landessportbund e.V.

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Die Nachhaltigkeitsprojekte der Sportvereine

Soziale und gesellschaftliche Nachhaltigkeit

Soziale und gesellschaftliche Nachhaltigkeit

mrg baden

Verantwortlich: Mannheimer Rudergesellschaft Baden von 1880 e.V.

Projektbeschreibung:

Die Mannheimer Rudergesellschaft Baden von 1880 e.V. setzt seit mehreren Jahren ein starkes Zeichen für Vielfalt, Teilhabe und gegenseitigen Respekt im Sport.
2022 traten erstmals Ruderinteressierte des mvd e.V., dem einzigen queeren Sportverein der Rhein-Neckar-Region, der MRG Baden bei. Durch außergewöhnliches Engagement zweier Vorstandsmitglieder wurden zusätzliche Ruderschulkurs-Termine geschaffen, um den Einstieg in den Rudersport zu erleichtern.

2023 absolvierten mehrere mvd-Mitglieder sowohl eine Übungsleiterausbildung als auch einen Stegausbilder-Lehrgang und sind seit 2024 selbst aktiv in der Ausbildung neuer Ruderinnen und Ruderer. Die mvd-Rudergruppe innerhalb der MRG Baden wächst kontinuierlich und integriert erfolgreich neue Sportbegeisterte in den Trainingsbetrieb.

Parallel dazu entdeckte die Gruppe 2024 ihre Leidenschaft für den Wettkampfsport: Nach einer fundierten Einführung in die Grundlagen des Regattaruderns durch den Vereinstrainer gingen sie im selben Jahr bereits bei vier Regatten in Deutschland an den Start.

Ein besonderer Höhepunkt war die Teilnahme an den EuroGames 2025 in Lyon:
Im Mix-Doppelvierer gewannen Ruderinnen und Ruderer der MRG Baden gemeinsam mit Mitgliedern des mvd nach intensiver Vorbereitung die Goldmedaille – vor Frankfurt und Wien.

Auch außerhalb des Wettkampfsports setzt die MRG Baden sichtbare Zeichen:
Am 12. Juli 2025 beteiligten sich zwei Achterboote mit Mitgliedern der MRG Baden und des mvd am Christopher Street Day in Mannheim und verwandelten das Wasser mit Musik, Farbe und Teamgeist in ein lebendiges Symbol für Vielfalt, Respekt und Liebe.

Ihr Engagement für soziale Nachhaltigkeit hat der Verein 2024 offiziell durch die Unterzeichnung der N!Charta Sport bestätigt. Seitdem dokumentiert die MRG Baden ihre Fortschritte und Ziele transparent in den entsprechenden Jahresberichten.

 

Derendingen

Verantwortlich: TV Derendingen e.V.

Projektbeschreibung:

Der TV Derendingen ist seit über 100 Jahren fester Bestandteil des Tübinger Vereinslebens und bietet mit seinen vielfältigen Sportarten – von Basketball, Fußball und Tennis bis hin zu Turnen, Tischtennis und Volleyball – ein breites Bewegungsangebot für alle Altersgruppen.
In den letzten Jahren hat sich der familienfreundliche Sportverein besonders stark für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte engagiert. Ziel ist es, über den Sport gesellschaftliche Integration und berufliche Perspektiven zu schaffen.

Kern des Projekts ist ein praxisorientiertes Ausbildungs- und Beschäftigungskonzept:
Der Verein bietet Ausbildungsplätze zum/zur Sport- und Fitnesskaufmann/-frau sowie Praktikumsjahre im Rahmen der Einstiegsqualifizierung (EQ) an – beide Formen sind von der Industrie- und Handelskammer (IHK) zertifiziert. Zudem ermöglicht der Verein den Einstieg über Freiwilligendienste wie das FSJ (Freiwilliges Soziales Jahr) oder den BFD (Bundesfreiwilligendienst).
Seit 2020 ist der TV Derendingen zudem anerkannter Stützpunktverein im Programm „Integration durch Sport“ des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Dadurch kann er gezielt Menschen mit Fluchterfahrung oder Migrationshintergrund fördern, ihnen berufliche Qualifikationen ermöglichen und gleichzeitig die Vereinsarbeit personell stärken.

Das Konzept ist eine echte Win-Win-Situation: Menschen mit Migrationshintergrund erhalten eine faire Chance auf Ausbildung, Qualifizierung und gesellschaftliche Teilhabe – und der Verein gewinnt motivierte Mitarbeitende, die den Vereinsbetrieb, die Sportangebote und die Verwaltung aktiv unterstützen.

 

sgn

Verantwortlich: SG Niederwangen e.V.

Projektbeschreibung:

Mit dem jährlich stattfindenden Benefizlauf „Laufend Gutes Tun“ setzt die SG Niederwangen gemeinsam mit GeWin – Gemeinsam Wangen Inklusiv ein starkes Zeichen für Teilhabe, Gemeinschaft und Solidarität. Unter dem Motto „Laufend Gutes tun“ kamen bei der diesjährigen Veranstaltung 275 Läuferinnen und Läufer zusammen, um sportlich aktiv zu sein und gleichzeitig Gutes zu bewirken.

Die Veranstaltung ist bewusst inklusiv gestaltet: Menschen mit und ohne Behinderung laufen gemeinsam in Staffeln. Ob zu Fuß, mit Rollator oder Rollstuhl – im Mittelpunkt steht das gemeinsame Erlebnis. Auf der rund 600 Meter langen Dorfrunde zählt jede Runde, jede Bewegung und jeder Beitrag für den guten Zweck.

Die Benefizaktion unterstützt regionale soziale Einrichtungen, zuletzt unter anderem die Lebenshilfe Wangen/Isny, die Stiftung St. Franziskus und die St. Jakobus gGmbH, mit jeweils 500 Euro.
Begleitet wird der Lauf von einem inklusiven Musikprogramm und einem Rahmenprogramm, das Begegnung, Austausch und Freude in den Vordergrund stellt.

Das Projekt hat sich über die Jahre fest etabliert und wurde zum Motor für neue Initiativen: Dank des anhaltenden Erfolgs konnte in der SG Niederwangen eine Inklusions-Sportgruppe für Jugendliche mit und ohne Behinderung gegründet werden. Damit leistet der Verein einen nachhaltigen Beitrag für soziale Integration und gemeinsames Sporttreiben.

 

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