
Verantwortlich: FC Hertha Bonn 1918 e.V.
Projektbeschreibung:
Der FC Hertha Bonn verfolgt seit über fünf Jahren einen ganzheitlichen Nachhaltigkeitsansatz, der ökologische, ökonomische und soziale Aspekte gleichermaßen berücksichtigt. Ein besonders anschauliches Beispiel dafür ist der Lebenszyklus eines Vereinstrikots, der als nahezu geschlossener Kreislauf organisiert ist.
Bereits bei der Neuanschaffung setzt der Verein auf Ressourcenschonung: Statt regelmäßig komplette Trikotsätze neu zu kaufen, erfolgt zunächst eine Bestandsaufnahme. Benötigte Teile werden gezielt nachbestellt – etwa einzelne Größen oder Rückennummern. Dadurch konnte in der vergangenen Saison jede Mannschaft vollständig ausgestattet werden, ohne unnötige Neuanschaffungen. Unterstützt wird dieser Ansatz durch einen Hersteller, der individualisierbare Einzelstücke anbietet und zunehmend auf fair produzierte sowie nachhaltige Materialien setzt. Die Nutzungsdauer von Trikots, Hosen und Stutzen wird so deutlich verlängert, gleichzeitig profitieren Spielerinnen und Spieler von passgenauen Größen.
Am Ende einer Saison werden aussortierte, aber noch gut erhaltene Kleidungsstücke nicht entsorgt, sondern weiterverwendet. Über einen vereinseigenen Second-Hand-Verkauf erhalten Trikots, Trainingsjacken, Hosen oder Anoraks ein zweites oder sogar drittes Leben. Komplett ausgemusterte Trikotsätze werden an das Projekt „Football for Changes“ des Vereins Afrika Charity und Kultur e.V. gespendet, das Straßen- und Waisenkindern in Kinshasa den Zugang zum Fußball ermöglicht. Seit 2021 konnten auf diesem Weg bereits größere Mengen an Sportkleidung, Schuhen und Bällen weitergegeben werden. Zudem motiviert Hertha Bonn befreundete Vereine, ihre Altbestände ebenfalls zu spenden, und unterstützt bei Abholung und Transport.
Ist Sportbekleidung nicht mehr nutzbar, wird sie über eine Recyclebox der Firma SportsHub dem Recyclingkreislauf zugeführt. Aus alten Textilien und Hartplastikteilen entstehen neue Trikots oder Merchandisingartikel. Künftig sollen beispielsweise Trikots für Vereinscamps aus recyceltem Material hergestellt werden. Auch das Design wird dabei bewusst nachhaltig gedacht, etwa durch den Verzicht auf Jahreszahlen oder Eventnamen, um die Nutzungsdauer weiter zu verlängern.
Vorteile:
Ressourcenschonung durch verlängerte Nutzungsdauer
Weniger Neuanschaffungen reduzieren Materialverbrauch und Kosten.
Soziale Verantwortung über den Verein hinaus
Spenden an internationale Hilfsprojekte ermöglichen Kindern und Jugendlichen den Zugang zum Sport.
Kosteneffizienz im Vereinsbetrieb
Gezielte Nachbestellungen und Second-Hand-Angebote entlasten das Vereinsbudget.
Bewusstseinsbildung bei Mitgliedern
Nachhaltiger Konsum wird im Vereinsalltag konkret erlebbar.
Vorbildwirkung für andere Vereine
Kooperationen motivieren weitere Clubs zur Wiederverwertung von Sportmaterial.
Besondere Herausforderungen:
Erhöhter organisatorischer Aufwand durch Bestandsführung und Einzelnachbestellungen
Koordination von Second-Hand-Verkauf, Spendenlogistik und Recycling
Abstimmung mit Herstellern und Partnern hinsichtlich nachhaltiger Produktions- und Recyclingprozesse
Projektgalerie:
FC Hertha Bonn 1918 e.V., F.-A.-Schmidt Weg 59, 53129 Bonn
Deine Ansprechperson: Anselm Fremmer & Monika Dammers
E-Mail:
Webseite des Vereins: https://www.herthabonn.de