
Verantwortlich: Landessportschule Ruit
Projektbeschreibung:
Die Landessportschule Ruit hat erfolgreich am Förderprogramm Klimafit Baden-Württemberg teilgenommen und wurde dafür offiziell mit einer Urkunde ausgezeichnet. Im Rahmen des rund einjährigen Programms wurden systematisch Maßnahmen entwickelt, um Energieverbrauch und Treibhausgasemissionen der Einrichtung zu reduzieren.
Klimafit ist ein Förderprogramm des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg. Es unterstützt Unternehmen und Organisationen dabei, einen strukturierten Einstieg in den Klimaschutz zu finden. Über Workshops, individuelle Beratung und Vernetzung werden konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz und zur Senkung von Emissionen entwickelt.
Im Rahmen der Teilnahme erstellte die Landessportschule Ruit eine umfassende Klimabilanz, etablierte entsprechende organisatorische Strukturen für den Klimaschutz und entwickelte einen Maßnahmenkatalog.
Ein zentraler Bestandteil dieses Maßnahmenpakets ist die konsequente Umstellung der Beleuchtung auf LED-Technologie. Allein durch diese Maßnahme können jährlich rund 3.000 Kilogramm CO₂ eingespart werden.
Nach erfolgreichem Abschluss des Programms erhielten Sportschulleiter Mathias Bauer und WLSB-Bereichsleiter Liegenschaften Sebastian Kling im Rahmen einer offiziellen Veranstaltung die Klimafit-Urkunde.
Mit der Teilnahme am Programm hat die Landessportschule Ruit einen wichtigen Schritt hin zu einer systematischen und langfristig angelegten Klimaschutzstrategie der Sportschule gemacht.

Verantwortlich: FC Kirchweiler 1925 e.V.
Projektbeschreibung:
Aus einer Idee, die 2019 auf einer Zukunftskonferenz des FC Kirchweiler 1925 e.V. entstand, entwickelte sich ein außergewöhnliches Infrastrukturprojekt mit starkem Nachhaltigkeitsfokus. Ziel war es, einen Soccercourt zu realisieren, der trotz begrenzter finanzieller Mittel hochwertige Trainings- und Begegnungsmöglichkeiten für den Verein und die gesamte Region bietet.
Da die ursprünglich kalkulierten Kosten für ein klassisches DFB-Kleinspielfeld bei rund 350.000 Euro lagen und damit für den kleinen Dorfverein mit etwa 230 Mitgliedern nicht realisierbar waren, entschied sich der FC Kirchweiler für einen alternativen Ansatz: Kreatives Upcycling, handwerkliche Eigenleistung und konsequente Wiederverwendung gebrauchter Materialien.
In nahezu vollständiger Eigenleistung entstand so eine 30 x 30 Meter große Multifunktions-Kleinspielfeld-Arena, die doppelt so groß ist wie ein klassisches DFB-Kleinspielfeld. Der Bau umfasste den Abtrag des Oberbodens, die Herstellung einer tragfähigen Tragschicht, ein durchdachtes Drainagesystem mit Anbindung an eine bestehende 10.000-Liter-Zisterne sowie die Montage von Bandensystem, Toren, Fangzäunen und einer LED-Flutlichtanlage. Lediglich die Verlegung und Verfüllung des Kunstrasens wurde aus Qualitätsgründen an eine Fachfirma vergeben.
Zentrales Element des Projekts ist die Wiederverwendung gebrauchter Materialien aus ganz Deutschland: ehemalige Indoor-Soccercourts, rund 1.000 m² gerettete Shockpads sowie Tennisnetze aus Vereinsauflösungen fanden eine neue Nutzung. Durch flexible Spielfeldmarkierungen, mobile Netzkonstruktionen und variable Toranordnungen ist die Arena vielseitig nutzbar – von Kinder- und Jugendtraining über Mannschaftstraining bis hin zu Sportangeboten für Erwachsene und Senioren.
Heute dient die Kleinspielfeld-Arena nicht nur dem FC Kirchweiler, sondern als generationenübergreifender Bewegungs- und Begegnungsraum für die gesamte Region.
Sowohl die Sportschau als auch der SWR berichteten über das Projekt des FC Kirchweiler.

Verantwortlich: FC Ellwangen 1913 e.V.
Projektbeschreibung:
Der FC Ellwangen 1913 e.V. ist Hauptnutzer eines bundesweit einzigartigen Fußballplatzes: In Ellwangen wurde erstmals ein Kunstrasen installiert, der vollständig auf nachwachsenden Rohstoffen basiert und ohne herkömmliche Kunststoffe auskommt. Der plastikfreie Kunstrasen ersetzt einen ehemaligen Hartplatz, der zuletzt kaum noch bespielbar und besonders verletzungsträchtig war.
Sowohl der Rasenteppich als auch das verwendete Füllmaterial (Infill) bestehen aus biobasierten Materialien, die aus nachwachsenden Rohstoffen wie landwirtschaftlichen Nebenprodukten und Holzbestandteilen hergestellt werden. Im Gegensatz zu konventionellen Kunstrasenplätzen entsteht dadurch kein dauerhafter Mikroplastikeintrag in die Umwelt, da sich das Material biologisch abbaut.
Der Platz ermöglicht ganzjähriges Training – auch bei schlechter Witterung – und wird intensiv von den Jugend- und Aktivenmannschaften des FC Ellwangen genutzt. Erste Praxistests, insbesondere mit Nachwuchsmannschaften, zeigen ein gutes Spielverhalten des Balles sowie eine insgesamt hohe Akzeptanz bei den Sportlerinnen und Sportlern. Gleichzeitig leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung nachhaltiger Sportinfrastruktur.
Sowohl der SWR als auch Sky Sport berichteten über das Projekt.